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Tour #83887: Hausboot Reise Canal du Midi, Einwegfahrt.

Kategorie: Boot und Kanu
Frankreich » Languedoc-Roussillon » Canal du Midi » Beziers

Schleusen in der Schleusentreppe von Foncerannes

Hausboot Einwegfahrt , Anfang Juni, von Argens-Minervois nach Lattes.

 Tag 1. Am Montagnachmittag treffen wir in der Marina Basis ein. Nach dem Einchecken laden wir sogleich vom Auto auf das Hausboot um. Anschließend  erfolgt die ausführliche Übergabe des Schiffes durch einen Basis Mitarbeiter. Im Hafen machen wir anschließend eine Proberundfahrt. Nachdem das Navigieren wunderbar klappt fahren wir in den Canal du Midi Richtung Süden ein. Wir werden von einem Biber, der direkt am Flussufer ungestört seinem „Tagesgeschäft“ nachgeht,  empfangen. Langsam kommt Nervosität auf denn wir Schleusen das erste mal. Flussabwärts, dh. das Hausboot möglichst langsam an die Schleuse heran fahren. Anhalten ist nicht möglich, wir würden langsam weitertreiben. Aber der Schleusenwärter ist sehr aufmerksam und hilft uns durch Gestik in die Schleuse einzufahren.Seil um die Boller legen und schon wird geschleust. Nach dem Öffnen der Tore geht es, vorbei an Roubia, Paraza und einer engen Kurve und den ersten engen Brücken, weiter nach Ventenac-en-Minervois. Nach mehreren Versuchen legen wir hinter der Anlegestelle an. Wir besuchen den Ort und beim Zurückgehen eine Vinothek. Mit französischen Wein kehren wir zurück und genießen den ersten Abend auf einem Hausboot.

Tag 2. Am Morgen wird, wie immer, frisches Baguette geholt. Unser nächstes Ziel ist le Somail. Dort legen wir zum Mittag an. Mit den Fahrrädern erkunden wir den wunderschönen Ort. Wir entdecken einen zum Laden umgebauten Lastkahn und  kaufen Diverses ein.  Wir fahren weiter nach Capestang. Das Hausboot läuft, unter Beschattung der endlosen Platanen am Ufer, auf der gewundenen Kanalstecke mit mehreren sehr engen Kurven dahin. Die Gegend ist sehr malerisch und einsam. Genau das Richtige um total zu entspannen. Die Langsamkeit der Bewegung muß erst gelernt werden. In Capestang angekommen legen wir an. Wir besuchen die Innenstadt, danach wird gekocht, gegessen, und der köstliche Wein probiert. Beim Flanieren am Kay entlang fällt der sehr hohe Kirchturm von dem schönen Ort auf.

Tag 3. Nächstes Ziel ist Etang de Montady, ein ausgetrockneter Sternförmiger See. Wir fahren locker dahin und sind vom plötzlichen Auftauchen des 161 m langen Tunnels überrascht. Huben, langsam fahren, kein Schiff in der Durchfahrt, also fahren wir ein. Nach der Durchfahrt legen wir sofort an. Mit den Fahrrädern kurven wir die Serpentinen hinauf zum Oppidum von Enserune. Das Schauspiel ist imposant. Die Felder laufen wie bei einer Dartscheibe sternförmig in der Mitte zusammen. Oben kann man Reste einer keltischen Besiedlung besichtigen. Nach dem Ablegen fahren wir nach Beziers. Dahin wartet auf uns eine besondere Herausforderung. Die Schleusentreppe von Foncerannes. Wir fahren nicht sofort hinein, sondern legen an und schauen uns dieses Wunderwerk, erbaut im Mittelalter vom Genie Paul Riquet, erstmals an. Da Mittagspause ist, haben wir Zeit. Wir beobachten das es hier sehr viele Besucher gibt die offensichtlich auch auf den Schleusvorgang warten. Mit 4 Hausbooten fahren wir in die erste Schleusenkammer ein. Und los geht’s, 13,6 m geht’s hinab. Eine solche Aufregung ist immer wieder eine willkommene Abwechslung.  11/2 Kilometer weiter wartet schon das nächste Highlight. Die Kanalbrücke über den Orb. In Villeneuve-les-Beziers legen wir an. Ein wunderschön gelegener Hafen. Er bleibt uns in bester Erinnerung. Am Abend gibt es eine bayrische Brotzeit mit Salami, Baguette und einem kühlen Weißbier.

Tag 4, Donnerstag. Heute wartet ein weiterer Höhepunkt auf uns. Der Etang de Tau mit seinen riesigen Austernbänken. Nach der Durchfahrt der ungewöhnlichen „Kreuzung“, einer Hochwasser Wehrschleuse (PK225), durchfahren wir in Agde die einzigartige Rundschleuse. Voller Erwartung legen wir in Marseillan an. Und stellen fest, das bei dieser Windstärke heute an einer Überquerung nicht mehr zu denken ist. In einem Restaurant probiere ich 7 Austern, na ja. Später geht ein sommerlich warmer Abend mit traumhaften Sonnenuntergang und einem Glaser´l Wein langsam  zu Ende.

Tag 5. Weckruf um 6Uhr30. Frühstück. Um 7Uhr legen wir mit vielen anderen Hausbooten ab und fahren hinaus auf dem See (Les Onglous adieu). Es heißt Abstandhalten zu den Austernbänken. In Sete suchen wir die Einfahrt zum Canal du Rhone. In Frontignan warten wir auf die Hubbrücke und wir fahren weiter auf dem Canal, der durch eine Seenlandschaft auf der einen und dem Mittelmeer auf der anderen Seite führt. In Carnon legen wir an und genießen den Rest des wunderschönen Tages.

Tag 6. Nach dem Frühstück fahren wir nach Aigues-Mortes, eine mittelalterlich erhaltene Stadt mit traumhafter Kulisse und ebensolchen Hafen. Den “Turm der Constanze“ sieht man schon von weitem. Ein Besuch ist ein absolutes Muss. Gegen Abend fahren wir weiter bis nach Gallician. Immer wieder sind malerische Häuschen, früher waren es Fischerhütten, zu sehen. Am Anlegeplatz genießen wir unseren vorletzten Abend unserer Reise.

Tag 7, Sonntag. Wir fahren gemächlich zurück nach Palavas-les-Flots. Zu Mittag legen wir im Hafen an und besichtigen die imposante Stadt am Mittelmeer. Strand und Hotels soweit das Auge reicht. Ein Fußgänger Sessellift  führt über den le Lez. Mit weiteren Hausbootfahrern lassen wir unseren letzten Abend und die Reise ausklingen. Wunderschön war’s…

  

Bilder von der Reise

Unsere Eindrücke in einer Diashow

Die Marina Basis

 

 

Tour Galerie

Tour Karte und Höhenprofil

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