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Tour #163757: Wanderung zu den Sandhöhlen beim Regenstein und zum Diptam bei Blankenburg

Kategorie: Wandern
Deutschland » Sachsen-Anhalt » Harz » Blankenburg - Börnecke

Diptam - "Brennender Busch" bei Börnecke

Wanderung mit dem Titel "Das ist nicht Moses brennender Busch"

Was hat es auf sich mit dem brennenden Busch?

"Im brennenden Dornbusch erschien nach der Erzählung im Tanach Gott auf dem Berge Horeb dem Mose, um ihm den Auftrag zu erteilen, das Volk Israel aus Ägypten zu führen.

Ein Busch der Brombeerart Rubus sanctus wird heute im Katharinenkloster auf dem Sinai als Ableger des brennenden Busches verehrt.

Der Diptam (Dictamnus albus) aus der Familie der Rautengewächse wird auch „Brennender Busch“ genannt. Die Pflanze sondert aromatische Öle ab, die sich an heißen Tagen entzünden können. Als Vorbild für den brennenden Dornbusch in der Bibel kommt der Diptam aber kaum in Frage, weil er keine Dornen hat."

Auszug aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Brennender_Dornbusch

Nun wissen wir es, der Diptam soll nicht der brennende Busch gewesen sein, den Moses sah.

Wir wollen uns das aber mal genauer anschauen und begeben uns auf die Suche nach dem brennenden Busch.

"Die ätherischen Öle enthalten die extrem flüchtige und hochentzündliche Flüssigkeit Isopren, deren Dämpfe schwerer als Luft sind. In der Reifezeit können die freigesetzten Isopren-Dämpfe an windstillen Tagen durch eine Zündquelle unterhalb der Blütenrispe entzündet werden, worauf die Feuerfront schnell die Blütenrispe emporläuft und dann erlischt. Die Pflanze nimmt dabei keinen Schaden.

An extrem heißen Tagen können sich die Dämpfe auch selbst entzünden. Erklärt wird dies durch die Brennglaswirkung bei Tröpfchenbildung. In der Dämmerung kann man bei Windstille und großer Hitze an der Pflanze kleine blaue Flammen sehen." Auszug aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Diptam

Was erwartet uns noch?

  • Die größte unterirdische Apotheke der Welt. - https://www.bmvg.de/de/aktuelles/weltweit-einzigartiger-standort-16750
  • Die legendären Sandhöhlen - https://de.wikipedia.org/wiki/Sandh%C3%B6hlen
  • Burgruine Regenstein - https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Regenstein
  • Dregensteinmühle - https://de.wikipedia.org/wiki/Regensteinm%C3%BChle
  • Die Börnecker Schwefelquelle - https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Schwefelquelle-Boernecke.JPG
  • Eine geheimnisvolle, versteckte Höhle in einem mächtigen Sandfelsen (müssen wir suchen)

Nun zur Wanderung:

Wir starten in Börnecke in der Halberstädter Str. und wandern entlang der Gartenstr. zur Schwefel- und Eisenquelle. Nun gehen wir wieder ein Stück zurück und biegen in die Langensteiner Str. ab und gelangen über die Lange Str. zur Rahlenstr., die uns zum Seeberg führt. Hier ist der Weg recht wiesig und das Gras ist zum Teil recht hoch und war auch zum Teil noch feucht (gut gewachstes Schuhwerk ist somit wichtig). Hier stoßen wir immer wieder auf Kirschbäume und haben Glück, dass gerade die Kirschen reif sind. Sie laden zum Naschen ein.

Am Ende des Seeberges machen wir einen großen linken Bogen und queren nun das offene und grüne Feld. Rechts und links des Weges sehen wir viele Rapsfelder und am Rande entdecken wir hin- und wieder mal Kornblumen und roten Klatschmohn.

Vorbei am Wäldchen "Isenburg" erreichen wir den Rand des "Großen Rönneberges". Rechts am Waldrand entlang taucht der Bahnhof Börnecke (Harz) auf, wo wir die Schienen (nachdem der Hex passierte) queren und ein wunderschönes Klatschmohnfeld erblicken.

Nun wandern wir anfangs parallel zur Bahnlinie und dann gerade durch den Kiefernwald über einen breiteren zum Teil sandigen Weg in Richtung Blankenburg und erreichen nach einer Weile Jogy's Waldkneipe, die sogar gerade auf hat:

  • https://de-de.facebook.com/Jogys-Wald-Kneipe-611699528933678/

Für eine Pause ist es jedoch noch zu früh, daher wandern wir weiter nach rechts über die breite "Alte Heerstr." und erblicken das Gelände der Harz Kaserne. Hier befindet sich die größte unterirdische Apotheke der Welt und wird hier für die Bundeswehr betrieben. Die unterirdischen Stollensystem befinden sich hier im Regenstein.

Halbrechts verlassen wir die Alte Heerstr. und wandern einen pfadigen und sandigen Weg zwischen den Kiefernwäldern hindurch bis wir die beeindruckenden Großen Sandhöhlen mit der Stempelstelle 81 der Harzer Wandernadel erreichen. Hier pausieren wir und genießen den grandiosen Anblick.

Weiter geht es wieder zur Alten Heerstr. und unterhalb der Burgruine Regenstein biegen wir nach links ab und der pfadige und sandige Raubgrafenweg führt uns vorbei am Grünen Hof  in Richtung Burgruine Regenstein. Dort gehen wir jedoch nicht hin, da wir dort Eintritt zahlen müssten und biegen stattdessen nach rechts ab zur Regensteinmühle, die wir über den tiefen Hohlweg in einem großen Bogen erreichen.

Die Regensteinmühle mit der Stempelstelle 82 der Harzer Wandernadel beeindruckt imer wieder und wir genießen den Anblick. Ein kleines Stück zurück geht es etwas steiler hinab über einen etwas wiesigen Weg in Richtung "Kleine Sandhöhlen", die wir nun nach Querung der Alten Heerstraße bestaunen können. Der folgende Weg führt nach links bis an den Waldrand und nun biegen wir wieder nach rechts auf einen Pfad, der uns zum Pastorenstein führt. Der folgende Weg/Pfad führt uns in relativ gerader Richtung zum Waldrand unweit, des Goldbaches, den wir etwas rauschen hören aber noch nicht sehen können. Erst beim Brockenstedter Mühlenteich queren wir mal kurz den Goldbach, um den besagten Teich anzuschauen.

Dann gehen wir wieder zum Rand des Waldstreifens und wandern noch ein Stück am Feldrand entlang, bis unser Weg in den Waldstreifen hineinführt und wir nach Querung des Goldbaches nun linksseitig des Goldbaches weiter wandern. Kurz vor dem Hoppelberg queren wir die Bahnlinie (die zum Börnecker Bahnhof führt) und erneut den Goldbach. In der Ferne sehen wir den Fahnenmast der Altenburg von Langenstein, wo sich ja die Höhlenwohnungen befinden.

Der folgende Weg führt uns an der nächsten Abzweigung etwas halblinks hinauf und entlang des Hoppelberges. Der Weg ist am uwachsen und sehr wiesig mit hohem Gras. Wir hatten aber Glück und kamen noch ganz gut durch und erreichten nach einer Weile einen gut erkennbaren Pfad (parallel unter dem Hoppelberg Kammwanderweg) und kurz darauf den sog. Steintisch, wo wir noch etwas pausieren. Schon im Bereich des Steintisches sehen wir den wunderbar blühenden Diptam (Brennender Busch). Hier pausieren wir etwas und wandern dann weiter und erblicken Wiesenflächen, die voll von blühendem Diptam waren. Der Anlick, der intensiv riechenden Pflanzen, war beeindruckend. Wie muss es erst aussehen, wenn es tatsächlich zum Verbrennen bzw. zu Verpuffungen kommt?

Nun geht es wieder etwas hinab und in einem linken Bogen erreichen wir den waldrand und anschließend geht es relativ steil hinauf auf den Tönnigsberg. Oben angekommen biegen wir nach rechts auf den Kammweg ab und machen noch einen kleinen Abstecher zum Tönnigstein.

Im Bereich der Steinberge biegen wir nach rechts steil hinab ab. In etwa auf halber Höhe gehen wir nach links in den Wald hinein (hier gibt es keinen Weg) und entdecken einen große Felswand mit zwei Höhleneingängen. Nach diesem kleinen Abenteuer gehen wir wieder zurück zum Weg und weiter hinab und erreichen am Waldrand eine Pausenbank (vor einer Pferdekoppel).

Noch ein kleines Stück hinab biegen wir nach links ab und wandern am Fuße der Steinberge weiter und erblicken rechts den Ort Börnecke. Am Beginn des Schusterberges (hier kann man im Frühjahr die Adonisröschen bestaunen), biegen wir nach rechts ab und erreichen über den breiten und geraden Plattenweg wieder Börnecke, wo wir morgens unsere Autos abgestellt hatten.

Da Börnecke leider keine gastronomische Einrichtung hat, sind wir ca. 12 km nach bzw. durch Blankenburg gefahren zur B27 (in Richtung Hüttenrode), wo wir oben im Berggasthof "Ziegenkopf" eingekehrt sind. Hier soll es die größten Germknödel der Welt geben.

  • https://www.ziegenkopf.de/
  • Berggasthof & Pension "Ziegenkopf"

    Ziegenkopf 1
    38889 Blankenburg / Harz
    Deutschland

    Telefon: 03944 - 35 32 60

Weitere Links:

  • https://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%B6rnecke

Ein letztes Wort:

Wir haben genau den richtigen Zeitpunkt nach den heißen Tagen im Mai erwischt, um den Diptam noch blühen zu sehen.  Erste Pflanzen waren schon am Verblühen - je nach Standort.

 

Tour Galerie

Tour Karte und Höhenprofil

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