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Tour #36111: Singletrailtour durch das Siebengebirge

Kategorie: Mountainbike
Deutschland » Nordrhein-Westfalen » Siebengebirge » Königswinter, Bad Honnef

Ausblick vom Großen Ölberg

Bei der Erschaffung des Siebengebirges hat Gott ganz sicher an uns Mountainbiker gedacht. Die hier beschriebene Tour, die wir am 30.05.2009 gefahren sind, gehört sicherlich zu einer der interessantesten Mountainbikestrecken, die wir im Rheinland haben.

Ausgangspunkt war der Eingang zum Nachtigallental. Altersgerecht sind wir das Nachtigallental jedoch nicht hochgefahren, sondern haben den Asphaltweg zum Drachenfels gewählt. Warum sollten wir uns schon am Anfang der Tour mürbe machen, da warten noch ganz andere Abenteuer auf uns.

Unterhalb des Drachenfels wählen wir dann den Trail der uns Richtung Rhöndprf führt. Im ersten Stück erwarten uns ein paar trickreiche Serpentinen. Dazu kommen auf den geraden Stücke ein paar Wurzeln und Felsstücke. Was bei Trockenheit eine Freude ist, wird bei Feuchtigkeit durchaus zur Balanceübung.

Auf halber Strecke nach Rhöndorf geht es dann hoch zur Löwenburger Hof. Auch hier kann darüber diskutiert werden, warum wir die Abfahrt hier abbrechen. Aber den Weg durch das Tal mit dem letzten brutal steilen Anstieg zum Löwenburger Hof ersparen wir uns. So ereignisreich ist das letzte Stück der Abfahrt nach Rhöndorf dann auch nicht.

Am Löwenburger Hof erwartet uns dann der erste Aussichtspunkt. Hier solltet Ihr auf jeden Fall verharren und den Ausblick geniessen. Der Durchgang zwischen Lohrberg und Löwenburg ist eine neuralgische Stelle, da das der einzige Übergang vom nördlichen und in südlichen Teil des Siebengebirges ist.

Nun kann sich langsam Vorfreude auf den Singletrail um die Breiberge herum einstellen. Hier haben wir einen sehr langen Singletrail vor uns, der sich in zwei Abschnitte teilt. Das erste Teilstück geht bis kurz oberhalb von Rhöndorf, ehe es dann über einen Verbindungsweg zu dem zweiten Teilstück herunter nach Bondorf geht. Auf die gesamte Länge wird alles geboten, was das Mountainbike herz höher schlägen lässt.

Danach bleibt es uns allerdings nicht erspart durch Hennef zu fahren. Alle Versuche einen besseren Weg zu finden sind gescheitert. Da wären schon erhebliche Mühen notwendig, ohne dass es dann wirklich ein Mehr an Spaß gibt.

Von Bad Honnef steht dann ein langgezogener Anstieg um den Mittelberg und Himmerich herum zum Einstieg in den nächsten Singeltrail an. Hier werde ich beim nächsten Mal einen direkteren Weg über den Steinsbüscher Hof wählen.

Über den Rheinsteig geht es nun zurück in das Schmelztal. Auch das Teilstück ist interessant zu fahren und ist sehr abwechselungsreich. Eine besondere Herausforderung ist das letzte Teilstück. Hier ist Mut und Technik erforderlich. Aber es geht, ich habe es mit eigenen Augen gesehen.

Nun folgt der Aufstieg zurück zum Löwenburger Hof. Der Anstieg ist nicht wirklich schön, ich sage es direkt. In 2,5 Kilometer müsst Ihr 220 Höhenmeter überwinden. Wer hier nicht ins Schwitzen kommt, sollte in die Alpen umziehen. Der hat im Rheinland nichts verloren. Alternativ könntet er aber über die Strasse ein Stück hochfahren und dann durch das Einsiedlertal hoch zum Löwenburger Hof fahren.

Am Löwenburger Hof wählen wir dann den Weg links am Lohrberg vorbei zur Margarethenhöhe. Auf halber Strecke kommt Ihr zu einem Aussichtspunkt. Auch hier solltet Ihr Euch die Zeit nehmen, um die Aussicht zu geniessen. Kurz danach folgt ein Singletrail herunter zum Verbindungsweg vom Milchhäuschen zur Magarethenhöhe. Den Singletrail solltet Ihr auf keinen Fall auslassen. Er ist nicht so lang, aber nett.

An der Margarethenhöhe steht nun der letzte Aufstieg an. Es geht zum großen Ölberg hoch. Auch hier wählen wir einen moderaten Anstieg und verzichten auf den direkten Aufstieg. Am Ende der Tour reicht der vollkommen aus, um noch einmal ins Schwitzen zu kommen.

Ihr solltet auf jeden Fall auf den Ölberg hochfahren. Dort oben ist einer der besten Aussichtspunkte im Rheinland. Dazu kommt, dass Ihr nur dann auch den wirklich höchsten Punkt der Tour mit 460 Meter erreicht.

Nun könnt Ihr Euch auf das letzte Teilstück freuen. Vom Großen Ölberg solltet Ihr nicht wieder den Fahrweg als Abfahrt wählen, sondern einen Weg unterhalb des Restaurants der nach links abgeht. Da sind am Ende ein paar Stufen, die auch erst bewältigt werden müssen. Nach Überquerung des Fahrwegs geht es dann in rasanter Fahrt herunter vom Großen Ölberg. Hier werden Ihr die Chance haben, Eure Federung zu testen.

Nun folgt die Überfahrt zum Petersberg. Es folgt ein kleinerer Singletrail ehe es dann über Forstwege zum Fuß des Petersberg geht. Hier ist dann der Einstieg in den Bittweg. Der Bittweg ist dann der abschliessende Singletrail, mit dem sich das Siebengebirge von Euch verabschiedet. Das ist zum Schluss sicherlich noch einmal ein Höhepunkt, auch wenn hier die technischen Schwierigkeiten fehlen. Aber die Kurven im unteren Bereich können ziemlich eng werden. Da kann dann durchaus Spannung aufkommen.

Für mich ist die Runde in der gewählten Form kaum mehr verbesserbar. Hier ist kein Tuning mehr notwendig, zumindestens aus meiner Sicht. Geplant habe ich, eine weitere Tour zu entwickeln, die mich dann mehr in den südlichen Teil des Siebengebirges führen wird. Die Tour wird allerdings nicht so singletraillastig sein.

 

Tour Galerie

Tour Karte und Höhenprofil

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bisherige Kommentare zur Tour

pepsimagenta: 30.05.18 19:54

Echt super Tour

Ich hab gedacht, ne Tour aus 2009? Ist doch alt, kennt jeder. Aber weit gefehlt!
Die Tour ist richtig gut ausgewählt, ich denke der Autor hat viel Erfahrung im Siebengebirge. Drei lange, anstengende Steigungen, um Höhe zu gewinnen, und mindestens drei sehr schöne Single trails, die richtig Spaß machen. Leider kann ich noch nicht mit dem Hinterrad umsetzen, die Technik bräuchte man aber an diversen Stellen.

Ich bin zum Schluß aber nicht zum großen Ölberg gefahren, sondern direkt zum Milchhäuschen, weil ich unbedingt den Bunkertrail nochmal fahren wollte.
punkt245: 24.04.18 07:59

Super Tour

Das ist mal eine super Tour!!! Macht richtig Spaß!
bupppppie: 23.04.18 08:34

Anspruchsvoll

Bin die Tour vorgestern gefahren. Nichts für Untrainierte. Anspruchsvolle Steigungen und auch Abfahrten. Für mich leider insgesamt zuviel steil hoch und zuviel steil runter. Liegt vielleicht an meinem Tainingsstand. Ansonsten hatte mein Teasi auch ein paar Aussetzer, aber nicht der Rede wert. Dennoch eine gute Erfahrung und ein guter Konditionsschub nach vorne.
Sirhasi: 30.03.17 19:18

Super

Wunderbare Tour. Vielen herzlichen Dank für das Teilen dieser. Heute gefahren - super. Winziger Kritikpunkt: der Track macht manchmal Sprünge, mit Karte auf dem GPS und etwas Erfahrung alles kein Problem, aber Einsteiger könnten sich zwischendurch wundern.
sirfakealot: 30.09.16 20:09

Video zur Tour

wer sich ein Bild von der Tour verschaffen möchte, hier ein Video von den Trails:
https://www.youtube.com/watch?v=pyFHWrcR7pU

Lediglich der Trail ab 1:26 und der von 11:09 bis 13:18 sind Abwandlungen der Originalroute. Den Weg zum Trail ab 11:09 habe ich in einem Kommentar weiter unten beschrieben.
Mirko_W: 10.09.16 16:56

Touren

Hallo Zusammen und tolle Berichte die ich hier lesen konnte. Bin selbst oft und gern im Siebengebirge unterwegs aber suche noch Gruppen oder Einzelkäpfer, die Bescheid geben, wenn es wieder ins Gebirge geht und Lust auf Gesellschaft haben. Oder mir kann jemand Verein, Gruppen etc,. nennen, wo man geneimsam fahren kann.
Gruß an alle MTB Verrückten.
sirfakealot: 17.07.16 16:03

Prächtig!

Hallo Hardy,
heute nachgefahren, tolle Trails durch das wunderschöne Siebengebirge. Absolut null Transferstücke, es geht entweder hoch oder runter :-)

Für das Ende hätte ich noch ein Schmankerl, das jeder kennen sollte, der im Siebengebirge öfter unterwegs ist:
Man fährt auf dem Weg zum Einkehrhäuschen Waidmannsruh links ab in Richtung Milchhäuschen, dabei geht es auf Schotter bergab und über die Straße per Brücke. Anschließend 3 Serpentinen bergauf. Ca. 300m bevor man zum Milchhäuschen kommt, beginnt auf der rechten Seite der Ofenkaul-Trail, welcher von Wanderern kaum benutzt wird. Sehr abwechslungsreich, oben und unten flowig, mittendrin Wurzelteppiche, Steintreppe, Gegenanstiege und das Highlight: ein Drop von einem alten Weltkriegsbunker. Wer Airtime sammeln mag, kann im unteren Bereich auch ein paar Kicker nutzen.

Unten angekommen fährt man auf Asphalt zum Petersberg hoch und gelangt auf ca. halber Höhe auch zum Einstieg des Bittweges nach Königswinter.
Macht zusätzliche ca. 150hm (grob geschätzt), der Trail ist es aber wert.

Diese Runde werde ich nicht das letzte mal gefahren sein.
Ride on!
domingo_chavec: 16.06.16 22:41

Sehr schön!

Ich bin die Tour gestern, am 15.06.2016, bei anfänglichem Sonnenschein und späteren Regengüssen, abgefahren. Obwohl die Tour 2009, also vor ca. sieben Jahren eingestellt wurde, ist sie immer noch aktuell.

Zeitlich lag ich so bei 4,5 Stunden mit einer Pause und ein paar kleinen "Erkundungen" wo denn der Weg jetzt lang geht.

Konditionell war der Anspruch schon ordentlich. Zum Schluß standen auf dem Höhenmesser von meinem GPSMap 60CSX, wozu ich großes Vertrauen habe, 1350 hm! Gut, ich bin in Rhöndorf in der Domstein Straße eingestiegen und musste die Weinberge erstmal hochfahren um auf den eigentlichen Track zu gelangen.

Der technische Anspruch hat sich, für mich, in Grenzen gehalten, trotz der Nässe. Die Serpentinen waren auch ohne Umsetzen fahrbar und auf den anderen Trailabschnitten kann man die Schwierigkeit gut über die Geschwindigkeit beherrschen. Wobei klar ist, dass das persönliche Empfinden hier immer von der eigenen Erfahrung des Bikers abhängig ist.

Alles in allem eine sehr schöne Tour, auf der man gut Kondition aufbauen kann! Mit Sicherheit bin ich hier nicht das letzte mal gefahren. Danke!

Gruß aus Unterfranken!

Christian
Drosophila123: 17.11.14 16:43

Grossartige Runde...

....mit grandiosen Ausblicken & knackigen, aber gut fahrbaren Anstiegen und Single-Trail Passagen mit viel Flow.

Vielen Dank !

shiatzo: 10.02.14 09:18

Sehr schön!

Tolle Runde! Wir sind letzten Samstag als erste Vorbereitung für unseren Alpencross im Juli die Runde durchgefahren. Bis auf die enge Kehre mit den Naturstufen war für uns alles fahrbar. Danach der Anstieg war schon recht lang und knackig und hat uns gezeigt das wir noch einiges zu tun haben. Vielen Dank an den Autor.
Knollensteppe: 14.10.13 12:12

Tolle Runde!

Tolle Runde mit flüssigen und schnellen Abfahrten. Besser kann man die mühsam erstrampelten Höhenmeter wohl nicht ausnutzen! Danke fürs Einstellen der Tour!
Honk1983: 14.04.13 18:39

Super

Heute ausversehen den zweiten Bogen andersrum gefahren (wer sich vorher die Beschreibung durchliest und nicht nur stur auf den Garmin glotzt ist klar im Vorteil ;) ). Tolle Strecke; das Stück was ich tragen musste, hätte andersherum sicher Spass gemacht!
Honk1983: 14.04.13 18:39

Super

Heute ausversehen den zweiten Bogen andersrum gefahren (wer sich vorher die Beschreibung durchliest und nicht nur stur auf den Garmin glotzt ist klar im Vorteil ;) ). Tolle Strecke; das Stück was ich tragen musste, hätte andersherum sicher Spass gemacht!
Visconde: 16.11.12 16:23

Himmerich

Neben den Abstechern zu den in den vorigen Kommentaren genannten Bergen lohnt sich insbesondere noch die kurze Variante hoch zum Himmerichgipfel. Von dort hat man oberhalb eines alten Steinbruchs einen herrlichen Blick über das Tal zum Rhein herunter. Der Pfad zum Gipfel ist auf Google-Maps nicht verzeichnet, findet sich aber z. B. bei openstreetmap.org und auf den 1:25.000 Topo-Karten. Für geübte Fahrer sowohl bergauf als auch bergab komplett fahrbar. Ride on!
superdirk: 19.08.12 18:45

Wie von Meisterhand...

die trails aneinandergenäht! Sehr lohnenswert. Hatte die Tour schon lange auf der Liste, aber bin heute erst gefahren. Gestartet um 7.30h war es noch erträglich mit Wandersleuten und Bikern. Ich war dankbar für die gewählten sanften Aufstiege und technisch hat mich die Tour auch an meine Grenzen gebracht - vielfach geeiert und gezittert aber irgendwie gefahren - bis auf das erwähnte letzte Stück zur Schmelztalstrasse, bei dem ich mir auch nur vorstellen konnte wie Andere! die steile, enge und ausgesetzte Serpentine vielleicht fahren können.

Unterhalb des Drachenfels konnte ich Deinem GPS Track teilweise nicht so gut folgen, aber die Strecke, die sich mir dann anbot führte auch runter ließ es spannend werden als der steile Abhang gierig nach mir rief...
Kommt noch eine zweite 7G Tour ?
Danke für die Strecke!